Verschluss der Pfortader durch Blutgerinnsel.
Ursache: Meist resultiert eine Pfortaderthrombose aus einer Lebererkrankung (z. B. Leberentzündung, Leberzirrhose, Tumoren), einer schweren Entzündung im Bauchraum (z. B. Bauchspeicheldrüsenentzündung, Appendizitis) oder einer Stauung im venösen Blutgefäßsystem (z. B. bei Rechtsherzschwäche oder Budd-Chiari-Syndrom). Selten tritt die Pfortaderthrombose nach einer Operation im Bauchraum oder als Folge einer angeborenen oder erworbenen Störung der Blutgerinnung auf.
Befund: Die Abflussbehinderung zeigt sich in den Symptomen des Pfortaderhochdrucks (z. B. Aszites, Verdauungsstörungen, Milzvergrößerung). Das Übergreifen der Thrombose auf die Mesenterialvenen kann zu einem lebensbedrohlichen Krankheitsbild mit heftigen Schmerzen und dem Absterben des Darms führen (Mesenterialgefäßverschluss). Die Ausdehnung der Pfortaderthrombose kann mittels Kontrastmittel unter Röntgendurchleuchtung oder in der Computertomografie dargestellt werden.
Behandlung: Im Vordergrund steht die Therapie der Grunderkrankung und der Komplikationen des Pfortaderhochdrucks sowie die Vermeidung des Fortschreitens der Thrombose, z. B. durch eine medikamentöse Unterdrückung der Blutgerinnung.
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 25.05.2011
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