Was sind Hirntumore?
Zwei Drittel aller Hirntumore sind gutartig. Bösartige Geschwülste im Gehirn kommen in Deutschland eher selten vor. Manche treten typischerweise im Kindesalter, andere in höherem Alter auf.
Zu den gutartigen Hirntumoren zählt unter anderem das Hypophysenadenom, zu den bösartigen Hirntumoren das Glioblastom. Hirntumore lassen sich nach ihren Ursprungsgeweben einteilen, also in welchem Gewebe sie entstanden sind. Am häufigsten gehen Gehirntumore von den verschiedenen Gliazellen, das sind Stützzellen im Gehirn, aus. Zu diesen als Gliome bezeichneten Krebsarten zählen Astrozytome, Oligoendrogliome, und Ependymome. Glioblastome sind die bösartigste Form der Astrozytome. Ependymome sind Tumoren, die von der Innenauskleidung der Hirnkammern ausgehen.
Des Weiteren gibt es Tumore, die von den Hirnhäuten ausgehen: die Meningeome. Seltener kommen Tumoren der Hirnanhangsdrüse (Hypophysentumore) oder der Hirnnerven (Neurinome) vor. Primäre Lymphome des Zentralnervensystems entstehen aus bestimmten weißen Blutzellen, den Lymphozyten. Sie sind für die Infektabwehr wichtig und befinden sich – außerhalb des Gehirns – vor allem in Milz, Lymphknoten und Blut.
Gutartige Astrozytome stellen mit zirka 40 Prozent die häufigsten Hirntumore im Kindesalter dar. Ebenfalls bei Kindern recht häufig: das Medulloblastom, ein Hirntumor, der das Kleinhirn betrifft.
Abzugrenzen von diesen primären Gehirntumoren – also Tumoren, die zuerst im Gehirn entstehen – sind Hirnmetastasen. Diese stellen Tochtergeschwülste von Krebsarten dar, die ihren Ursprung in anderen Organen haben.
Über die Ursachen und Risikofaktoren von primären Hirntumoren ist derzeit nur wenig bekannt. Die Therapie richtet sich nach der Art des Tumors sowie seiner Lage im Gehirn.
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13.09.2005, aktualisiert am 11.07.2011
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